Umwelt Aktuell
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"Tapinoma Magnum"
Erstelldatum06.07.2026
Tapinoma magnum: Bekämpfung in Malschenberg und Rauenberg nun durch Fachfirma
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Rauenberg,
wir hatten Sie bereits über die nachgewiesenen Superkolonien von Tapinoma magnum in Malschenberg und Rauenberg informiert. Um Sie bestmöglich einzubinden, haben wir die aktuellen Verbreitungskarten mit dem Stand vom April online gestellt.
- Verbreitungskarte Rauenberg Bahnhofstraße PDF-Dokument897,14 KB06.07.2026
- Verbretiungskarte Malschenberg PDF-Dokument759,00 KB06.07.2026
So können Sie ganz einfach nachschauen, ob sich Ihr Wohnort im betroffenen Bereich befindet.
- Zudem finden Sie nachstehend die Checkliste mit den Erkennungsmerkmalen PDF-Dokument968,72 KB06.07.2026 sowie die Liste mit den privaten Bekämpfungsmöglichkeiten PDF-Dokument1,04 MB06.07.2026.
Da das Verhalten dieser Art noch nicht vollständig erforscht ist und wir stetig neue Erkenntnisse gewinnen, werde ich diese Dokumente auf der Homepage fortlaufend für Sie aktualisieren, sobald es Neuigkeiten gibt.
Um die Ausbreitung wirksam einzudämmen, hat die Stadt Rauenberg eine spezialisierte Fachfirma engagiert, die bereits am 09.06.2026 mit den Maßnahmen gestartet ist. Die Bekämpfung wird voraussichtlich – immer wetter- und befallsabhängig – bis Ende September 2026 fortgeführt.
Hierzu gibt es für Sie wichtige Eckpunkte zu wissen:
- Die Methode: Die Firma arbeitet hauptsächlich mit umweltschonendem, heißem Wasser. Um dieses effektiv direkt in die Nester einbringen zu können, bohren die Mitarbeiter bei Bedarf kleine Löcher zwischen die Pflastersteine. Diese Bohrungen sind rein oberflächlich. Es wird keinesfalls so tief gebohrt, dass Leitungen im Boden verletzt werden könnten.
- Der Rhythmus und die Biologie der Tiere: Geplant sind – je nach Witterung – voraussichtlich Einsätze an zwei Nachmittagen pro Woche. Wir haben uns bewusst für die Durchführung in der zweiten Tageshälfte entschieden, was an einer faszinierenden Besonderheit dieser Ameisen liegt: Die Sonne erwärmt im Laufe des Tages die Pflastersteine massiv. Sobald die Steine warm genug sind, tragen die Ameisen ihre Brut aus den tiefen Nestkammern gezielt nach oben in die Kammern direkt unter dem Pflaster. Dort nutzen sie die gespeicherte Strahlungswärme, damit sich die Larven schneller entwickeln. Erst am Abend, wenn es wieder kühler wird, wandert die Brut wieder zurück in die Tiefe. Durch den Einsatz am Nachmittag treffen wir die Kolonie also an ihrer empfindlichsten Stelle. Die Firma teilt diese Einsätze flexibel und nach akutem Bedarf ein, weshalb es vorkommen kann, dass in einer Woche auch einmal nur an einer Kolonie gearbeitet wird.
- Von außen nach innen – Warum wir die Kolonie „zusammenschrumpfen“: Aufgrund der enormen Größe der Superkolonien ist es technisch unmöglich, sofort die gesamte Fläche auf einmal zu behandeln. Wir starten daher gezielt an den äußeren Rändern der Kolonien. Unser Ziel ist es, die Ameisen Stück für Stück zurückzudrängen und die Kolonie so langsam schrumpfen zu lassen. Wenn Sie also zentral in einem Befallsgebiet wohnen, wundern Sie sich bitte nicht, wenn die Firma (noch) nicht direkt vor Ihrem Haus arbeitet – wir arbeiten uns schrittweise nach innen vor.
- Zuständigkeit: Bitte beachten Sie, dass die Stadt Rauenberg die Fachfirma ausschließlich für die Bekämpfung auf stadteigenen (öffentlichen) Flächen beauftragt hat. Eine Bekämpfung auf Privatgrundstücken darf durch die Firma über diesen Auftrag nicht erfolgen.
Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Wachsamkeit, Ihre Meldungen und Ihre Unterstützung im Kampf gegen diese neue Herausforderung. Lassen Sie uns das Thema weiterhin gemeinsam und mit Geduld angehen!