Weinstadt Rauenberg

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Rauenberg und der Wein

Wenn auf einem Weinetikett der Name "Mannaberg" erscheint, ist sofort die Verbindung zu Rauenberg hergestellt.

Der gute Namen, welcher Rauenberger Weinen voraus geht, war mit ein Grund, im Bereich des Weinanbaugebietes Kraichgau / Südliche Bergstraße eine solche Bezeichnung zu wählen.

Einen ausgezeichneten Ruf hat ebenso der Rotenberger "Schlossberg".

Mit welchen Schwierigkeiten die Winzer in den letzen Jahrhunderten zu kämpfen hatten, wird auch aus der Weinbaugeschichte deutlich.

Ende des 19. Jahrhunderts war es die Reblaus, später die Blattfallkrankheit Peronospora und zu Anfang des 20. Jahrhunderts der Heu- und Sauerwurm mit epidemischen Ausmaßen. Für die bäuerlichen Familien brachte dies erhebliche finanzielle Belastungen mit sich.
Die Schädlingsbekämpfung in früheren Epochen erforderte den Einsatz der chemischen Keule.

Heute steht der biologische Weinbau im Vordergrund. Erzeuger und Verbraucher liegen hier auf gleicher Linie.

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Umstrukturierung der Rebgemarkung

Weinlese
Weinlese

Im Jahre 1950 begann in Rauenberg die große Umlegung und Umstellung der ganzen Rebgemarkung. Das Projekt nahm immer größere Formen an und wuchs schnell zu einem Pilotprojekt.

Über Jahre hin wurden Schritt für Schritt die alten Weinberge geordnet und nach neuem System großzügig und sortenrein neu bepflanzt. Auch auf den Gemarkungen Rotenberg und Malschenberg wurden großflächig Gemeinschaftsrebanlagen erstellt.

Bei den Weißweinsorten dominierte der Müller Thurgau gegenüber den anderen Sorten Auxerrois, Riesling, Ruländer, Weißburgunder, Silvaner oder Traminer. Der Anbau von Rotwein hat erst in den letzten Jahren zugenommen. War es früher vorweg der Portugieser, so stehen heute auf Verkaufslisten Spitzenprodukte von Spätburgunder bis Regent.

Quasi als Zubrot hatten sich einige Rauenberger Winzer auf die Rebveredlung umgestellt und wilde Reben mit aufzupfropfenden Edelreisern aus staatlich anerkannten Rebbeständen verzweigt.

Entstehung der Winzergenossenschaft

Weinberg
Weinberg

In den 1930er Jahren war ganz eindeutig die Trennung zwischen Weinbau und Kellerwirtschaft gefordert, denn die Flaschenabfüllung sollte zu einem nachhaltigen Aufschwung der Weingeschäfte führen. 1934 gründeten 42 Winzer eine Winzergenossenschaft.

Ein weiterer Schritt im Sinne der Selbsthilfekonzeption von Friedrich Wilhelm Raiffeisen war schließlich die Bildung einer gemeinsamen Absatzorganisation mit anderen benachbarten Genossenschaften.

Der Name war: "Verkaufsverein kurpfälzischer Winzergenossenschaften". Hieraus entstand im Laufe der Zeit der heutige Winzerkeller Südliche Bergstraße / Kraichgau in Wiesloch.

2004 schlossen sich die Winzerschaft aus Rauenberg, Rotenberg, Malsch und Wiesloch zur Winzergenossenschaft Kraichgau eG zusammen. In unmittelbarer Nähe zum Winzerkeller in Wiesloch wurde ein neues Betriebsgebäude für die Traubenerfassung erstellt.

Mit zeitweise 135 ha bestockter Rebfläche war Rauenberg lange Zeit eine der größten Weinbaugemeinden im Regierungsbezirk Karlsruhe. Einige Betriebe sind auch zur Selbstvermarktung übergegangen oder bieten ihre Spitzenprodukte in der eigenen Gastronomie oder in Straußwirtschaften an.

Weitere Informationen

Kontakt

Stadtverwaltung Rauenberg
Wieslocher Straße 21
69231 Rauenberg
Fon: 06222 619-0
Fax: 06222 619-16
Fax: 06222 619-24
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Museum

1990 wurde das Winzermuseum Rauenberg mit einem Preis durch das Regierungspräsidium Nordbaden als "Vorbildliches Heimatmuseum" ausgezeichnet. Erfahren Sie mehr.

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