Yatim-Haus = indonesische Bezeichnung für Waisenhaus
Nach dem „Tsunami“ im Dezember 2004, entschlossen sich freiwillige Rotenbergerinnen und Rotenberger zusammen mit dem Männergesangverein „MGV Frohsinn Rotenberg“ den Opfern zu helfen. Für die Organisation erklärten sich Karla Zehren–Scheller, Brigitte Urbanczik, Roland Kretz, Sam Saragih Norbert Menges verantwortlich. Zusammen mit der Theatergruppe des MGV, wurde spontan eine Benefizveranstaltung zu Gunsten der Opfer dieser schrecklichen Naturkatastrophe organisiert.
Die Einnahmen aus dieser Veranstaltung und die ersten Spenden für das Yatim-Haus sollten dann auch so schnell wie möglich ihr Ziel erreichen. Sam Saragih – ein Indonesier der schon seit 35 Jahren in Rotenberg lebt- nahm Kontakt zu seiner Schwester Darmertina Saragih, die in der Organisation der evangelische Kirche in Indonesien ist, auf. Schließlich wurde als Hilfsprojekt ein Waisenhaus gefunden, das ein deutsch/ indonesisches Ehepaar gegründet und Jahrzehnte lang betreut hatte.
Im Jahr 2000 gab das Ehepaar aus Altersgründen das Waisenhaus an die evangelische Kirche in Indonesien ab. Frau Saragih kam im Jahr 2005 nach Rotenberg und erzählte während einem organisierten Bürgerforum den Rotenbergern über das Waisenhaus in Indonesien. Auf dieser Veranstaltung konnten sich die Anwesenden ein Bild davon machen, was am Waisenhaus alles zu tun war.Die Vereine und viele Bürger von Rotenberg beschlossen dann, dieses Projekt dauerhaft gemeinsam zu unterstützen. So entstand das Rotenberger Yatim-Haus.
Alle waren sich einig, dass es bei einer „Organisation“ bleiben und kein Verein gegründet werden sollte. Die Kontoführung der Spendengelder übernahm die Stadt Rauenberg. Somit waren alle Formalitäten geklärt. Dieses Projekt fand in der Bevölkerung großen Anklang und wurde bzw. wird immer noch sehr unterstützt. Um die wichtigsten Projekte zu planen und zu finanzieren, flog auf eigene Kosten eine Delegation (Sam Saragih, Roland Kretz und Norbert Menges) aus Rotenberg im September 2005 nach Indonesien. In einer Bestandsaufname musste die Delegation feststellen, dass das Waisenhaus in einem desolaten Zustand war.
Folgende Mängel bedurften der sofortigen Hilfe:
• Sanitäre Anlagen
• Türen für den Eingangsbereich
• Küche
• Betten für die Kinder
• Sicherheitseinrichtungen wie Geländer und Absturzsicherungen
Sofort wurde Geld an das Waisenhaus überwiesen, um den Eingangsbereich und die maroden Sanitären Anlagen zu sanieren. Im Oktober 2007 besuchte die Delegation in gleicher Konstellation wie im Jahr 2005 wieder das Waisenhaus. Die bis dahin geplanten Projekte waren durchgeführt und die Beteiligten beider Seiten sehr zufrieden und dankbar. Das Projekt der “Küche“ war zu diesem Zeitpunkt geplant und die Delegation konnte bei der Grundsteinlegung 2007 anwesend sein. Der Küchenbau wurde dann durch eine weitere Geldüberweisung im August 2008 fertig gestellt.
In Form von Collagen bei verschiedenen Rotenberger Veranstaltungen können die Besucher sehen, wie die Projekte gedeihen. Durch ständigen E-Mail-Verkehr sind wir mit den Projekten immer auf dem neuesten Stand und können sehen, was mit den Spendengeldern vor Ort geschieht. Das schafft Vertrauen bei den Rotenberger Bürgerinnen und Bürgern, sowie den Gönnern des Yatim-Hauses.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Spendenbereitschaft und der Besuch von Veranstaltungen zu Gunsten des Yatim-Haus in Rotenberg ungebrochen. Hier einige Veranstaltungen der letzten Jahre:
• Kuchen- Verkauf der Frauengemeinschaft Rotenberg
• Jährliche Benefizveranstaltungen des MGV- Frohsinn Rotenberg
• Jährlicher Weihnachtsmarktstand mit selbst zubereiteten, „indonesischen Köstlichkeiten“
• Zu Erwähnen wäre noch die vielen Geldspenden der letzten Jahre (Private- und Firmenspenden)
Zur Bildergalerie des Rotenberger Yatim-Haus
Kontakt
Bei Interesse oder wenn Sie noch mehr über unsere Organisation zu erfahren möchten, finden Sie hier die Kontaktadresse:
Monika Napravnik
Schloßstrasse 26 F
69231 Rauenberg
Fon: 06222/ 60937
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